Werbeartikel, Werbemittel, Werbegeschenk – Maßnahmen der Kundenwerbung
Werbeartikel – im ersten Moment ist jedem mehr oder weniger bewusst, worum es sich handelt, doch eine nähere Definition, die sich zudem von anderen Maßnahmen in diesem Feld abgrenzt, ist der breiten Bevölkerung oftmals unbekannt. Nur wenige wissen um die feinen, aber wichtigen Unterschiede zwischen einem Werbeartikel, einem Werbemittel oder auch einem Werbegeschenk. Anders als beim Werbegeschenk, welches mit der Absicht an den Kunden überreicht wird, dessen Aufmerksamkeit zu erlangen und ihm eine positive Sicht auf den Schenkenden zu vermitteln, richten sich Werbeartikel und Werbemittel mit einer Information über das dahinter stehende Produkt oder Unternehmen an den Kunden. Zu den Werbemitteln zählen beispielsweise die Werbebotschaften in den öffentlichen Medien: Radiojingles, Plakate, Fernsehspots oder Anzeigen in den Printmedien. Hier erhält der Kunde Einblick in das Unternehmen oder das Produkt, anstelle eines Geschenks wird er mit Informationen versorgt, die er mehr oder weniger aufmerksam wahrnehmen kann. Hier entscheidet sowohl der Kunde als auch der Zufall, ob die Botschaft den Kunden überhaupt erreicht. Die Unternehmen haben, sobald die Werbebotschaft abgesetzt wurde, vorläufig wenig Möglichkeiten um zu kontrollieren, ob die Werbebotschaft überhaupt von den Zielpersonen wahrgenommen wurde und falls ja, von wie vielen. Anzeigen können überblättert und das TV-Programm in Werbepausen durch Wechsel auf einen anderen Kanal geändert werden.
Anders verhält es sich beim Werbeartikel. Der Werbeartikel wird zwar in der Form eines Werbegeschenks an den Endkunden überreicht, aber er trägt – ähnlich einem Werbemittel – auch eine Botschaft, durch die er den Kunden informiert oder auch aufmerksam machen will, und zwar auf das Unternehmen oder das Produkt, mit dem er in Verbindung steht. Obwohl der Werbeartikel ein Gegenstand ist und in den meisten Fällen über eine bestimmte, maximale Größe nicht herausgeht (da er stets ohne Komplikationen transportierbar und platzierbar sein muss), so findet sich auf ihm eine Werbebotschaft. Diese kann auf unterschiedliche Arten auf dem Werbeartikel angebracht werden, beispielsweise durch einen Aufdruck oder eine Ätzung, und sie steht für das Unternehmen, welches den Werbeartikel ausgibt.
Bei der graphischen Darstellung muss es sich nicht zwangsläufig um den Namen des Unternehmens handeln. Sie muss lediglich einen Anreiz darstellen, der in den Köpfen der Menschen eine Verbindung zum Unternehmen herstellt. Der Werbeartikel ist somit nicht nur Übermittler der Werbebotschaft, sondern auch der Identität des Unternehmens. Das Unternehmen muss, da es aus mehreren Abteilungen und Personen besteht, ein stimmiges Erscheinungsbild erzeugen und nach außen vermitteln, die Corporate Identity. Dazu zählt auch die Kommunikation an den Endkunden – beispielsweise durch Werbeartikel - oder das Verhalten des Unternehmens, unter anderem auch die Maßnahmen, die es ergreift, um die Werbeartikel an den Kunden zu überreichen, wie spezielle Veranstaltungen und Messebesuche, kurz: wie stark und auf welche Weise es sich in der Öffentlichkeit präsentiert.
Hinsichtlich der Werbeartikel muss die Auswahl dieser ebenso an das Image des Unternehmens angegliedert sein wie andere Dinge auch. Die Bandbreite der Werbeartikel kann groß sein, doch es sollten Werbeartikel gewählt werden, die sich an die Stellung und die gewünschten Ziele des Unternehmens anschließen und sich mit dem zur Verfügung gestellten Budget vereinigen lassen. Immerhin sollte die Zielgruppe durch die Werbeartikel auf das Unternehmen aufmerksam gemacht werden, und dies geschieht am ehesten, wenn die Werbeartikel den Wünschen und Erwartungen der Zielgruppe entgegen kommen. Es ist an dieser Stelle also vorteilhafter und gewinnbringender, sich nicht auf einen möglichst günstigen Einkauf der Werbeartikel zu setzen und sich zwangsläufig in die günstige Richtung der Streuartikel wie Kugelschreiber oder Feuerzeuge zu orientieren, sondern sich zunächst mit dem eigenen Konzept auseinander zu setzen. Dies soll nicht bedeuten, dass Streuartikel als Werbeartikel generell auszuschließen sind – wenn das Unternehmen sich und seine Produkte nicht in exklusiveren Bereichen ansiedelt und eine breite Zielgruppe erreichen möchte, so können sie durchaus hilfreich sein.