Erziehung und Belohnung

Erziehung und BelohnungIm Grund gibt es in der Erziehung drei Hauptprinzipien, wie Eltern auf die Verhaltensweisen ihrer Kinder reagieren können. Es handelt sich um Belohnung, Ignorieren und Strafe. Besonders beliebt ist die Bestrafung bei unerwünschten Verhaltensweisen. Aber wie gut wirkt Strafe?

Bestrafung
Bestrafung wirkt. Da gibt es keinen Zweifel. Aber die Strafe wirkt oft anders als man will. Menschen, die oft oder auch ungerecht bestraft werden, entwickeln negative Gefühle gegenüber dem Strafenden. Diese können sich bis in Richtung Hass ausprägen.
Strafe wirkt durchaus auch belehrend, oft jedoch nur kurzfristig und eingeschränkt. Wenn der Strafende nicht in der Nähe ist, wird das bestrafte, unerwünschte Verhalten doch wieder gezeigt.

Ignorieren
Ignorieren lässt sich nicht immer anwenden. Gerade wenn noch weitere Personen anwesend sind, stößt man mit Ignorieren auf Unverständnis seitens der anderen. Andere erleben ignorierendes Verhalten auch oft als ungerecht. „Warum wird er nicht bestraft, wenn er sich so unmöglich verhalten hat?“
In der Zweiersituation ist dies schon ganz anders. Beleidigt mich jemand und ich ignoriere dieses Verhalten, tue so, als ob es mir völlig gleichgültig und egal wäre, wirkt sich dies in den meisten Fällen langsam aber sicher günstig aus. Die Beleidigungen gehen sehr häufig zurück. Aber: Tätlichkeiten und Gewalt sollte man nie ignorieren!

Belohnung und Lob
Der Königsweg ist Lob und Belohnung. Dies kann große Wunder wirken. Die Wunder vollziehen sich meist nicht schnell, aber mit großer Zuverlässigkeit. Es ist nicht immer leicht zu loben. Und es ist nicht immer leicht, sich eine Vorgehensweise auszudenken, wie man eine unerwünschte Situation so gestalten kann, dass man mit Belohnungen arbeiten kann. Nehmen wir ein Beispiel. Das Kind braucht nachmittags zu lange für die Hausaufgaben. Es wäre nun möglich sich die Hausaufgaben anzuschauen und abzuschätzen, wie lange das Kind dafür brauchen dürfte. Man sagt dem Kind nun in aller Ruhe: „Wenn du die Hausaufgaben heute innerhalb von 45 Minuten fertig hast, dann schreibe ich dir einen Belohnungspunkt auf. Dies machen wir jeden Tag. Wenn du 10 Belohnungspunkte zusammen hast, dann gehen wir gemeinsam ins Schwimmbad. Einmal erreichte Belohnungspunkte werden dir nicht wieder gestrichen.“
Leider gibt es immer noch Eltern, die sagen: „Warum soll ich mein Kind für eine Selbstverständlichkeit belohnen?“ Dabei ist gerade dieser Weg nicht nur der erfolgversprechendste sondern auch der humanste.

Autor: Ernst Hartmann
Homepage: www.winkonz.com

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Ernst Hartmann
Kategorie:
Familie
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