Fußbodenheizung bei der Solarthermie

Gerade wenn die Heizung schon einige Jahre alt ist, sind häufig die ersten Mängel da und der ein oder andere Heizungs- Anlagenbetreiber sieh schon die Notwendigkeit seine Anlage auszutauschen. Gerade wenn die Anlage vor 1978 erbaut wurde ist bei einem Verkauf des Gebäudes die Sanierung der Heizungsanlage gemäß EnEV vorgeschrieben. Aber Kesselanlagen neueren Datums entsprechen häufig nicht den Vorschriften und haben viel zu hohe Emissionswerte. 

Natürlich möchte jeder Bauherr seine Heizungsanlage so umweltschonend und energieeffizient wie möglich betreiben und zieht von daher auch den Einsatz einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung oder gar zur kompletten Wärmeversorgung des Gebäudes in Betracht. Gerade die Heizungsanlagentechnik von älteren Gebäuden stellt den Betreiber jedoch häufig vor besonderes Problem, da die hier verwendeten Heizflächen vielfach noch Plattenheizkörper oder Radiatoren sind. 

Diese Heizungsanlagen wurden fast immer mit Vorlaufauslegungstemperaturen betrieben die 90°C betrugen. Hierdurch konnten relativ kleine Heizflächen verwendet werden, die in Form der beschrieben Heizkörpertypen unterhalb der Fenster angeordnet werden konnten. Außerdem ist bei diesen Gebäuden die Wärmedämmung meistens nicht den heutigen Wärmeschutzverordnungen entsprechend, von daher ist eine Umstellung auf andere Heizflächen Systeme vielfach nicht möglich. 

Gerade aber die umweltschonend und energieeffizient zu betriebenen thermischen Solaranlagen, brauchen für einen optimierten energiesparenden Betrieb möglichst niedrige Rücklauftemperaturen. Von daher ist die Fußbodenheizung oder auch die Decken- und Wandheizung, also Flächenheizungssysteme, die bei Vorlauftemperaturen von maximal 45° C betrieben werden, optimal für den Einsatz in Solaranlagen geeignet. 

Der Grund hierfür ist eigentlich recht einfach erläutert. Der solare Deckungsgrad einer Solaranlage zeigt auf wie hoch der Wärmeenergieertrag der Solaranlage ist und  ist von daher der Faktor für die Effizienz der Anlage. In den Sommermonaten liefert die Solaranlage ein ausreichend hohes Temperaturniveau, da die Sonneneinstrahlung deutlich höher ist, als im Winter. Nur leider benötigen wir hier auch nur die Solarwärme zu Beheizung unseres Warmwassers. In den Sommermonaten beträgt der solare Deckungsgrad für die Warmwassererzeugung somit 100%, ganzjährig betrachtet erreicht man bei Solaranlagen die ausschließlich zur Warmwasserbereitung dienen 60%. 

In den Wintermonaten und im Herbst, wenn wir die Wärmeenergie der Solaranlage aber für die Heizung benötigen sieht dies völlig anders aus. Selbst Solaranlagen die im low flow Betrieb arbeiten erreichen dann nicht mehr die für eine mit hohen Vorlauftemperaturen betriebene Heizungsanlage aus. Bei Heizungsanlagen die nicht im Niedertemperatur Bereich arbeiten ist der Einsatz einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung von daher völlig unsinnig. 

Besonders umweltschonend und sparsam sind demgegenüber vor allem Solaranlagen in Kombination mit einer Pellet Heizung und zur Raumbeheizung verwendeten Fußbodenheizungsflächen. So kann eine hoher solarer Deckungsgrad der Solaranlage erreicht werden.

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Autor:
Berthold Zumbrink
Kategorie:
Bauen
Popularität:
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